Wo die Feen wohnen

Es ist wohl eine der merkwürdigsten Sehenswürdigkeiten der Welt: In der Stadt Ann Arbor, in Michigan, lassen sich zahlreiche winzige Feen-Türen finden, die laut dem örtlichen Feeologisten sogar bewohnt sind.

Im Jahre 2005 tauchte die erste kleine „Fairy Door“ unter dem Schaufenster des lokalen Cafés in Ann Arbor auf. Damals dachte sich niemand viel dabei. Als dann aber an den Wänden der Stadt immer mehr von den herzigen Minitüren erschienen, fragten sich doch einige: „Wer steckt dahinter?“

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Offenbar sollten die Feen nicht gefüttert werden. (Quelle: The Ann Arbor News)

Zum merkwürdigen Erscheinen der Feen-Türen gibt es bis anhin viele Theorien. Die halbwegs Normalste darunter ist folgende: Die Türchen stammen aus der Hand von Jonathan B. Wright, der unter anderem als Kinderbuchautor und als „zertifizierter Feeologist“ bekannt ist. Jedoch lüftet der Familienvater das Geheimnis nicht. Er behauptet nämlich, dass die kleinen Türen erstmals in den 90er-Jahren plötzlich bei ihm zu Hause erschienen seien. „1993 entdeckten wir mit unseren Kindern zum ersten Mal eine winzige Tür in unserem Haus. Öffnet man diese, lässt sich ein Blick auf eine ebenso winzige Treppe erhaschen, die zu einer weiteren Türe führt. Leider ist Letztere immer verschlossen.“

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Eine Feen-Tür vor einem Geschäft. (Quelle: Phil Dokas flickr CC BY-NC-SA 2.0)

Nachdem die erste Feen-Tür im öffentlichen Café erschienen war, sprang wohl irgendjemand auf den Miniatur-Zug auf. Denn kurz darauf tauchten in der ganzen Stadt solche Türen auf. In der lokalen Bibliothek zum Beispiel. Hier finden sich auf einem Regal alte Enzyklopädien, deren Buchrücken mit Fenstern versehen sind. Diese geben den Blick auf eine winzige Inneneinrichtung frei, die Eingangstüre liegt auf dem Seitenbrett des Regals. Aber dabei blieb es nicht: In Konzertsälen, Möbelhäusern, Geschenkläden und Kunstgalerien gibt es weitere Eingänge in Feenwohnungen. Ein paar der Standorte besitzen sogar Gästebücher, in die die Besucher etwas über die Türen schreiben oder Bilder zeichnen können.

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Bei den Kindern finden die Türen Gefallen. (Quelle: Mark Stephenson flickr CC BY-ND 2.0)

Für die Besichtigung der vielen „Fairy Doors“ gibt es übrigens bereits eine kleine Tour. Für Touristen oder Eltern mit Kindern bietet www.urban-fairies.com(link is external) einen Führer an, damit man auch wirklich alle Türen findet. Mittlerweile ist die kleine Attraktion bereits so bekannt, dass ähnlich wie beim internationalen „Geocaching“ für die Feen kleine Geschenke hingelegt werden. Zum Beispiel Rosinen oder winzige selbstgestrickte Socken. Süss sind die kleinen Türen allemal.

Hier geht’s zum Guide

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Manchmal sind sie regelrecht versteckt. (Quelle: Dwight Burdette wikimedia cc)
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Die herzige Wohnung in der Bibliothek. (Quelle: Angela Reams flickr)
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